Die Clubfridge-Kasse basiert auf günstigem Raspberry Pi Hardware – einfach selbst zusammenbauen, für unter EUR 200,- komplett inklusive Schloss. Die Kasse identifiziert Vereinsmitglieder per RFID-Chip und Waren per Barcode-Scanner. Optional lässt sie sich mit einem elektrischen Schloss verbinden und sperrt so den Kühlschrank automatisch. Für Bastler und Technikbegeisterte im Verein ist das ein Nachmittagsprojekt.
Du brauchst einen Raspberry Pi, einen Touchscreen (min. 7 Zoll). Mit einen RFID Leser und einen Barcode Leser identifiziert die Kasse Deine Mitglieder und die verkauften Waren. Wenn Du willst, kann die Kasse ein Kühlschrankschloss öffnen und schliessen.
Mit Clubfridge V2 ist der Installationsprozess kinderleicht. Erzeugt Euch eine SD-Karte mit dem aktuellen RaspberryOS drauf. Am Besten gleich mit dem Rapsberry Pi Imager. Den gibt’s für Macs, Windows und Linux. Nehmt die aktueller Version „trixie“ und achtet darauf, dass Ihr Installation mit Desktop-Software nehmt. Oft ist das Touch Display noch auf dem Kopf. Das Internet ist voll von Anleitungen, wie man es richtigrum dreht. Bevor Ihr es mit komplizierten Lösungen versucht, probiert es erstmal mit dieser hier.
Wenn der Pi dann läuft, registriert Euch bei clubfridge. Ihr bekommt dann eine Mail (Achtung: Spam Ordner checken), mit der Ihr Eure Mailadresse bestätigt und werdet direkt auf „Eure“ clubfridge Administration weitergeleitet (merkt Euch den URL).
Da solltet Ihr dann als erstes eine Kasse anlegen. Wenn Ihr das erledigt habt, in der Kassenübersicht auf den „Schraubenschlüssel“ klicken und machen, was da steht. Damit holt Ihr die Kassen-Software auf Euern PI und hängt sie an Euern Verein. Dauert auf einem Pi3 10-15min.
Alles auch in der Hilfe beschrieben. Bei Fragen: Kontaktformular.







Raspberry PI
Der Raspberry PI ist ein kleiner Einplatinencomputer, der hervorragend unter Linux läuft. Du bekommst ihn zum für ca. €50,-. Für clubfridge reicht ein Pi 3 locker aus. Die meiste Zeit macht der Rechner ja gar nichts. Ein Pi braucht erstaunlich viel Strom für seine Größe. Bedenke das, falls Du erwägst ein „rumliegendes“ USB Netzteil zu verwenden.
Touch-Screen
Es gibt unzählige Touchscreens für den Raspberry PI und vermutlich kann man jeden von denen mit Clubfridge zum Laufen bringen. Der original Raspberry PI Touchscreen bekommt durchweg gute Kritiken und läuft auf Anhieb mit dem PI. Mit um die EUR 80,- ist der Touchscreen die teuerste Komponente. Der Anschluss des Touchscreen an den PI ist relativ simpel. Hier gibt’s ne gute (allerdings englisch-sprachige) Anleitung. Seid vorsichtig mit den Flachbandsteckern. Die macht man schneller kaputt, als einem lieb ist.
Gehäuse
Es gibt für den PI Gehäuse, wie Sand am Meer. Wenn man das gesamte System relativ hochkant nutzen kann, bietet sich dieses Gehäuse an. Bei eher waagerechtem Betrieb sind Pultgehäuse vermutlich besser. Solche Gehäuse liegen meist zwischen €10,- und €20,-. Der auf den Touchscreen montierte PI kommt da einfach rein.
Seit einiger Zeit gibt’s hier ein wirklich schickes und vor allem handwerklich sehr sauber gefertigtes Gehäuse. Das Ding hat mit ca. EU120,- allerdings auch seinen Preis. Einzig die Montage des Touch Displays ist hier etwas fummeliger und man muß sehr vorsichtig arbeiten. Hier gibt’s dazu ne ganz gute Anleitung.
microSD Karte
Der PI läuft komplett von einer microSD Karte. Im Prinzip kannst Du alle möglichen Größen ab 4GB nehmen.
Bundles
Meist gibt es Touchscreen, Gehäuse, SD Karte, PI und Netzteil als Paketangebot. Stöbere ein wenig bei den üblichen verdächtigen Online-Läden und Du kannst noch ein paar Euro sparen
RFID Leser
Für den Einsatz am PI kommt jeder billige usb-basierte RFID Leser in Frage. Dieser hier leistet zum Beispiel bei einigen Clubfridge-Anwendern gute Dienste. Preislich liegen die zwischen EUR 10,- und 15,-. Den RFID Leser einfach in einen der USB Ports des PI einstecken.
Achtung: normalerweise kann man die Zeichenkette, die auf einen Chip gedruckt ist, einfach in clubfridge (oder vereinsflieger) als Schlüssel ID nehmen. Manchmal sind die Hersteller aber auch kreativ und kommen auf komische Ideen. Wann immer Du eine Ladung Chips bestellst: schließ mal einen RFI Leser an Deinen PC an, mach irgendwas auf, was Tastatureingaben erwartet und halte den Chip an den Leser. Dann siehst Du, ob Du eine kreative oder normale Chipversion hast.
Barcode Scanner
Praktisch alle Waren, die in einem Vereinsheim über den Tisch gehen, sind ja Standardprodukte mit EAN Code. Für die wenigen, nicht „verbarcodeten“ Produkte (Tasse Kaffee, Stück Kuchen, Übernachtung im Vereinsheim) kann man sich schnell selber Barcodes anlegen und diese dann auf einem eingeschweißten Zettel in Kassennähe unterbringen. Man kann sich zum Beispiel hier Barcodes generieren lassen.
USB Barcode-Scanner liegen bei EUR 15,- bis EUR 20,-. Den Barcode Scanner einfach in einen der USB Ports des PI stecken.
Tastatur
Für den Betrieb von Clubfridge brauchst Du keine Tastatur. Aber für das Einrichten (vor allem für das „Einhängen“ des PI in ein WLAN) ist eine Tastatur sehr hilfreich. Einfach irgendeine USB Tastatur + Maus nehmen.
Kühlschrankschloss: Relais-Board
Clubfridge kann einen Kühlschrank (oder irgendeinen Schrank) ent- oder verriegeln. Ohne Bastelei geht das, wenn Du einen Tasmota-basierten Wifi Schalter nimmst (z.B. Nous A1T) oder einen Shelly Schalter (z.B. einen Shelly 1 Mini Gen 4). Beide kosten so um die EUR 20,-.
Due kannst auch ein Relaisboard mit zwei Relais nehmen. Die kosten um die €6,-. Leider lohnt das Verlinken hier nicht. Die Chinesischen Lieferanten wechseln dauernd die Namen. Häufig bekommt man die im 4er oder 5er Pack für unter EUR 10,-.
Wenn Du ein Relaisboard verwendest und das elegante Hochkant-Gehäuse, brauchst Du noch ein kleines Extragehäuse, in dem Du das Relais verbaust. Für den Anschluss an die GPIO Leiste des PI kannst Du entweder zum Lötkolben greifen, oder Du kaufst Dir einen Satz sogenannte Jump Wires (für weniger als €1,-). Das Relais muß an GPIO Port 17 hängen. Hier ein Anschlußbild eines typischen China-2-Kanal Relais an einem PI3 – grün ist die Leitung zum GPIO Port 17. Schwarz/Rot sind +/- vom PI.

Schloß
Passend zum Relais brauchst Du natürlich auch noch ein elektrisches Schloß, dass den physikalischen Schließvorgang übernimmt. Man kann hier kaum Empfehlungen geben, weil die Wahl des Schlosses ja maßgeblich vom Aufbau Eures Kühlschranks abhängt. Das ist ein wenig handwerkliche Kreativität gefragt. Die meisten passenden Schlösser liegen so bei EUR 10,- bis EUR 20,-. zzgl. Netzteil. Schlösser, die im geschlossenen Zustand Strom verbrauchen, werden in der Regel sehr warm. Bedenke das beim Einbau!

Fragen zur Hardware oder zur Installation? Schreib uns über das Kontaktformular – oder teste Clubfridge erstmal 30 Tage kostenlos, bevor du die Kasse baust.

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